Auf der Suche nach dem Ich

© I.H.S. Das Bild ist nicht gestellt. Es zeigt einen verifizierten Käufer des Buches „Das kleine Buch der großen Fragen“ von Gisela Schmalz. Es wurde Silvester, wenige Minuten vor Mitternacht, aufgenommen.

Fragen berühren

Fragende wissen, dass sie nichts wissen. Für sie ist die Welt eine Einladung, sie zu erforschen, ein Geheimnis, das aufzuspüren, wenn schon nicht zu lüften ist. Fragende kreisen ein, was ihnen begegnet, ohne es jemals wirklich erfassen zu können. Wer fragt, nutzt die Chance, hinter die Antworten zu gelangen, dahin, wo sich Möglichkeitsräume auftun, wo Dialog, Spiel oder Tanz beginnen kann – Begegnung. Wer Fragen stellt, ist bereit, sich von etwas oder jemandem berühren zu lassen.

 

Der Duden definiert „Frage“ als „Problem, zu erörterndes Thema, zu klärende Sache“ und als „fordernde Äußerung, mit der sich jemand an jemanden wendet“. Fragen erlauben eine Annäherung an die Welt und ihre Bewohner.

Wie geht es Dir? Wie heiß ist die Sonne? Wann geht die Welt unter? Liebst Du mich? Liebst Du Dich?

Fragen lösen etwas aus. Sie erlauben Tuchfühlung, aber kaum mehr. Statt sich plump anzueignen, was sie vorfinden, umkreisen sie es respektvoll. Fragende behaupten nichts. Sie kennen weder Richtig noch Falsch noch eindeutige Antworten.

Von Gewissheit wissen Fragende nichts. Sie nehmen diese zumindest nicht besonders ernst. Jede Antwort löst bei ihnen Verwunderung aus und mindestens eine neue Frage.

Fragenstellende nehmen Antworten und Wahrheiten aller Art zum Anlass, nachzuhaken. Ihr Lebensmodell ist ein ewiger Fragebogen. Fragen öffnen Welten und Menschen. Sie helfen gegen Beschränktheit. Sie befreien von pädagogischen, ideologischen, politischen oder technologischen Unmündigkeitsprogrammen. Sie ebnen den Weg aus der Verblendung. Fragen erlösen von Fremdbestimmung. Sie führen raus aus dem engen Antwortkosmos und aus der Monotonie der Monologe. Eine Frage schlägt eine Brücke zu anderem und zu anderen. Wer fragt, will die Einsamkeit durchbrechen und andocken. Wer fragt, interessiert sich, will erfahren, hervorlocken, sich austauschen und auseinandersetzen. Wer fragt, gewinnt nichts und doch alles.

 

Aus dem Vorwort von:

Gisela Schmalz (2018): Das kleine Buch der großen Fragen. München: Goldmann Verlag.

Fragen als Sprungbrett

Von allen Fragen steht die Frage nach dem Ich am Anfang. Sich selbst zu kennen, bildet die Voraussetzung zum Verständnis der Welt. So sahen das jedenfalls die weisen, alten Griechen. Die Inschrift am Eingang des Apollotempels in Delphi – „gnṓthi sautón“, „erkenne Dich selbst“ – aus dem 6. Jahrhundert vor Christus lasen die Philosophen der Antike als Aufforderung dazu, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Ihnen galt die Selbsterkenntnis als höchste Offenbarung, als Beginn der Weisheit. Nur wer sich selbst kenne, könne sinnvoll über sich und die Welt nachdenken.

 

Der griechische Dichter Pindar kam von der Selbsterkenntnis direkt zu einer praktischen Empfehlung. In seiner „Zweiten Pythischen Ode“ (um 490 v. Chr.) dichtete Pindar „genoio, hoios essi“, „werde, der du bist.“ Kombiniert man den Spruch von Delphi nun mit der Aufforderung Pindars, so erhält man eine Lebensmaxime. Sie lautet: Selbsterkenntnis führt zur Selbstwerdung. Um zu werden, wer man tief im Inneren ist, muss man zunächst einmal wissen, wer man ist.

„Wer bist Du?“ ist die große Anfangsfrage, aus der sich alles Weitere ergibt. Um sich kennenzulernen, kann der Mensch sich selbst befragen. Und hat er sich fragend selbst erforscht, kann er – selbstbewusst(er) – auf die Welt zugehen und diese befragen. Die Selbstbefragung dient als Sprungbrett in die Welt.

 

 

Wer sich und der Welt Fragen stellt, schafft es mit jeder Frage besser, sein Leben selbstbestimmt zu gestalten. Freiheit heißt, in Kenntnis seiner selbst auf die Welt zuzugehen und sie für sich zu erobern. Wer die Phase der Selbsterforschung jedoch überspringt, erlangt keine Einsicht in sein Ich und seine Wünsche. Wer keine eigenen Vorstellungen von seinem Leben und für sein Leben hat, droht fremdbestimmt zu werden. Wer keinen Plan hat, für den machen andere die Pläne.

 

Aus dem Vorwort von:

Gisela Schmalz (2018): Das kleine Buch der großen Fragen. München: Goldmann Verlag.

Buchpremiere

 

„Wie gut kannst Du mit einer offenen Frage einschlafen?“

 

BUCHPREMIERE am  22.10.18 in Berlin

 

DAS KLEINE BUCH DER GROSSEN FRAGEN von Gisela Schmalz

(Illustriertes Taschenbuch, 336 Seiten, € 10,00, Goldmann Verlag München)

 

Photocredit: Henrik Jordan

 

Ort: Michelberger Hotel (Whiskey Raum), Warschauer Str. 39-40, 10243 Berlin.

S+U-Bahn: Warschauer Straße

https://www.tripadvisor.de/Hotel_Review-g187323-d1483628-Reviews-Michelberger_Hotel-Berlin.html

http://michelbergerhotel.com/de/events

 

Büchertisch: organisiert von Buchbox! Berlin.

Dank an: Michelberger Hotel und Goldmann Verlag. Mehr bei EVENT.

Whiskey Room, Michelberger Hotel

——————————————————————————————————-

„Welches Tabu würdest Du niemals brechen?“

Eine persönliche Zusage/Versprechen.

 

(Burkhard Driest , Schauspieler, Regisseur, Produzent, Maler und Autor)

___________________________________________________________________________________________________________________________

Die Frage ist entnommen aus: „Das kleine Buch der großen Fragen“ von Gisela Schmalz (Goldmann Verlag, München, 2018, 336 Seiten).

Die Serie „Fragen an meine Freunde“ entstand im Sommer 2018.

 

„Das kleine Buch der grossen Fragen“ von Gisela Schmalz

 

Wer bist Du?

https://i1.wp.com/www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Schmalz_GDas_kleine_Buch_der_grossen_Fr_188982.jpg?resize=463%2C693&ssl=1

 

Wir leben in einer Welt, die immer schneller und komplexer wird. Pausenlos werden Antworten über uns ausgeschüttet, nach denen wir oft gar nicht gefragt haben. Die Kunst des Fragens und Zuhörens scheint an Bedeutung zu verlieren – dabei sind es gerade die Fragen, die Brücken zwischen Menschen schlagen. Fragen lassen eine Offenheit und Vertrautheit zu, die eine Antwort nie erlauben würde.

Was ist dein dunkelstes Geheimnis? Was ist dein hellstes Geheimnis? Wann bist du zu dir selbst ehrlich und wann nicht? Mit wem würdest du gerne eine Nacht verbringen, dann aber goodbye sagen?

Gisela Schmalz hat rund 2000 inspirierende Fragen gesammelt – über uns selbst, über unsere Beziehungen zu anderen und über uns in der Welt.

 

ORIGINALAUSGABE

Taschenbuch, Klappenbroschur, 336 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
farbig illustriert

ISBN: 978-3-442-15971-0

ca. € 10,00 [D] | ca. € 10,30 [A] | ca. CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann Verlag München

 

ERSCHEINUNGSTERMIN
15.10.2018

 

BUCH UND E-BOOK

Bücher.de oder Thalia oder Amazon oder Fnac.com oder in der analogen Lieblingsbuchhandlung.

 

 

Gisela Schmalz 

Gisela Schmalz studierte Philosophie und Wirtschaftswissenschaften. Sie arbeitete als Schauspielerin, Filmvermarkterin, Filmkritikerin, Wissenschaftsjournalistin und Strategieberaterin. Als Professorin lehrt sie Strategisches Management und Wirtschaftsethik.

Sie schreibt Sachbücher und interessiert sich für Fragen der Zeit und für das Fragen selbst. Mütterlicherseits ist sie verwandt mit Ernst von Salomon, dem Verfasser von „Der Fragebogen“.

 

 

KONTAKT

 

Goldmann Verlag

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

Barbara Henning

c/o Verlagsgruppe Random House GmbH | Neumarkter Str. 28 | 81673 München

Tel. +49 (0) 89-41 36-3086 | Fax +49 (0) 89-41 36-3723

barbara.henning@randomhouse.de | www.goldmann-verlag.de

______________________________________________________________________________________