Netz der Monopole (These 10)

Eine NO ECONOMY begünstigt die Entstehung von Monopolen: in einem Web ohne Regeln, ohne Preise und ohne Urheberschutz können umsatzstarke Onlineunternehmer auf Basis der Gratisleistungen Dritter, etwa  kreativer Hobbyuploader, oder durch den Kauf professioneller Onlineleistungen starke Marken schaffen. Diese wirken dann im Web wie Filter und ziehen nicht nur die Aufmerksamkeit von Endnutzern auf sich, sondern auch die von Werbekunden und anderen Investoren.

Monopoly (These 11)

Markenanbieter ziehen die meisten Nutzer und Werbekunden oder Kapitalinvestoren auf ihre Webseiten, generieren höhere (Werbe-)Umsätze, kaufen mehr digitale Qualitätsleistungen ein (Technologien, Content), investieren noch mehr in Markenbildung, ziehen noch mehr Nutzer und Werbekunden an und verdrängen konsequent unbekannte Kleinanbieter. In dieser Aufwärtsspirale entwickeln sich Webmonopolisten.

Ohnmacht der Nutzer (These 15)

Eine NO ECONOMY, in der die Marktregeln (Preise, Eigentumsrecht, Wettbewerbsrecht) außer Kraft gesetzt sind, ist ungerecht, einseitig und langweilig. Sie richtet sich gegen die Nutzer und bevorteilt nur wenige Anbieter. Sobald die wenigen umsatzstarken Markenanbieter die Spielregeln und das Schicksal des WWW bestimmen, werden die Nutzer sich zu fügen haben. Ihr Widerstand wird passiv sein. Kreative Lieferanten von Software oder Content,  insbesondere Amateure, werden dem Netz fernbleiben und sich eher offline betätigen. Und Normalkonsumenten werden das Web nur noch zu  gezieltem Konsum statt zur Inspiration nutzen. Die Dynamik im Netz rührt nicht länger von den Nutzern her, sondern von den Anbietern mit kommerziellen oder sonstigen Interessen. Sie entwickeln das WWW dann in ihrem Sinne weiter.