Im Netz muss eine Yes Economy entstehen (These 1)

If you are good at something, never do it for free.
Joker im Film “Dark Knight”, USA 2008

In ihrem eigenen (langfristigen) Interesse sollten alle Nutzer dafür sorgen, dass im WWW ein fairer Markt auch für immaterielle Leistungen entsteht.

© gsc

16 thoughts on “Im Netz muss eine Yes Economy entstehen (These 1)

  1. @ Julian

    Danke, war auch viel Arbeit. Den Text „Spielplatz oder Marktplatz“ stelle ich online, weil er so rasch veraltet und das Netz mehr damit anfangen kann, als mein Desktop. Die Märkte entwickeln sich ja rasant weiter…. Wenn dieser Tage Sony mit der Playstation und Nokia mit Mobiltelephonen Musik mitliefern, geht das in die Richtung, die ich im Januar anhand anderer Beispiele gedacht habe: Märkte verschränken sich, und das Physische erfährt eine Renaissance.

  2. @ gsc

    Schade das Eichborn nur 224 S druckte, Kapitel 1, wenn man es denn gelesen hat, fehlt dem Buch ein wenig.

    Ist dieser Bonus nun ein Schritt, in die von Ihnen angeprangerte noeconomy? oder eher ein menschlicher Zug von Altruismus oder gar narzisstischer Natur… one will find it out!

    Vielen Dank auf jeden Fall!

  3. @ gsc

    „If you are good at something, one will find it out“

    Julian im Yeseconomy.net

  4. @ Julian

    naja – dazwischen gibt es ja noch Grauzonen – so dass eine Parallelität nicht so leicht erkennbar wäre. Der Unterschied Preis/kein Preis ist kein verlässliches Qualitätsmerkmal. Wie könnte Qualität erkennbar und also die 2-WWWelten-These wahr werden ?

  5. Finale THESE?!

    zwei Parallel- WWWs

    _GratisWWWahn für die (unreflektierte) breite Masse

    _QualitätsWWW für den, der dies zu honorieren weiss.

  6. @ gsc

    Ja, aber meines Erachtens müssen es nicht alle akzeptieren.
    Nischenmärkte gibt es bereits und wird es immer geben, d.h. „Mikromärkte“ werden umgesetzt.
    Diesen Trend ist bereits seit Jahren in zunehmenden Masse in der realen Welt zu verfolgen, begünstigt durch den Wunsch vieler Menschen nach Individualität und Abgrenzung von der Masse.

  7. @ julian

    Ja – siehe über der 1. These das Fallbeispiel -Einstürzende Neubauten-. Mikromärkte sind noch immer mein favorisiertes Modell, da es freiwillig ist. Aber ist es umsetzbar, wenn nicht alle es akzeptieren? Muss man etwa doch Zahlungen für Content erzwingen – via Flatrate-Gebühr?

  8. @ gsc
    Die Frage ist doch eher, braucht es neue Konzepte, oder kann man nicht die „archaischen“ Systeme des Pre-Internet nutzen, d.h. man muss sie einfach anwenden.
    Denn auch „neue“ Konzepte, wenn sie denn von Nöten sein sollten, funktionieren nur, wenn alle mitspielen!

  9. @ Julian
    wo sind die wirklich neuen Konzepte?

    @ Klaus Wolfrum
    Hybrid kann daher auch ungerecht sein und auch erst ein Angebot verteuern.

    Beide Punkte treffen m. E. ins Schwarze. Neu und evtl. teuer ist die Genauigkeit, mit der man bei Netz-Geschäftsmodellen vorgehen muss. Neu ist auch, dass man den Nutzer/Kunden als Partner, Innovator, Freund, Zielgruppe, Marktforscher, Werbeträger etc. einbinden kann/muss, und dass die eigenen Nutzer selbst wiederum Anbieter und Händler mit wiederum eigenen „Followern“ sind.

  10. >>
    Doch: ich glaube, sie greifen mehr denn je. Die Gamer machen es vor,
    >>

    Wie gesagt: Sie greifen meines Erachtens nicht bei allen, insbseondere bei Contentanbietern (wie z.B. Medien wie Zeitungen etc.) nicht gut. Ich denke, es ist schlicht Premiumbereichsnutzern nicht verständlich zu erklären, warum sie einen Gratisbereich mitfinanzieren sollen. Hybrid kann daher auch ungerecht sein und auch erst ein Angebot verteuern.

    Hat man da gleich das Kassenhäuschen auf der Startseite und schafft es, durch alle Leser wesentlich(!) günstiger zu kalkulieren, macht man nach einer Durststrecke seinen Wurf z.B. in Sachen Paid Content. Davon bin ich überzeugt.
    Die Wertigkeit, Wertschätzung und die Qualität kann auch nur steigen. Dies kommt jedoch nur für einen Teil von Netz-Angeboten (Fachblogger) in Frage. Die ersten werden punkten.

    XING, Stayfriends sind für mich aber auch hervorragende Beispiele für Freemium/Hybrid. Hier sogar für den Erfolg unabdingbar.

  11. @ Klaus Wolfrum

    Man kann den Eindruck gewinnnen, als würden hier gerade völlig neue Marktmodelle diskutiert… meines Erachtens sprechen Sie hier über Systeme die damals in der Vor-Internet-Zeit „usus“ waren und natürlich auf das WWW übertragbar sind und von bestimmten Klientelschichten übernommen werden…wo sind die wirklich neuen Konzepte?

  12. @ Klaus Wolfrum

    Genau: wieso gibt es noch immer vorwiegend dieselben kurzgreifenden Modelle, darunter Modell Nr. 1: die Werbefinanzierung, wobei der Werbetopf immer klein war und nun obendrein schrumpft. Die vielen Webangebote sollen laut der Werbemodell-Logik offenbar dadurch finanziert werden, dass Menschen offline viel mehr konsumieren und so Werbegelder für das Netz entfesseln?!?

    „Es kann neben dem Gedanken von Paid Content auch der Ansatz einer konsequenten Monetarisierung beim Input hinzugezogen werden.“ – Gute Idee, die Sie offenbar umsetzen. Sie gilt, falls das Angebot entsprechend gestrickt ist.

    „Hybridideen für Paid Content (Basis free, Premium) greifen nicht immer.“ Doch: ich glaube, sie greifen mehr denn je. Die Gamer machen es vor, Browserspiele-Entwickler monetarisieren sich aus diversen Töpfen, einer heißt Abo, einer Premiumleistung, einer Item-Verkauf, Werbung ist auch dabei, und vieles bleibt gratis. Es funktioniert.

  13. Ich kann den Thesen im großem Teil nur zustimmen.

    Ich persönlich finde es wichtig, nicht alle Dienste und Angebote fast ausschließlich auf Kompensationsmodelle wie z.B. einer Werbefinanzierung zu setzen. Es kann neben dem Gedanken von Paid Content auch der Ansatz einer konsequenten Monetarisierung beim Input hinzugezogen werden. Das wird m.E. oftmals immer häufiger vernachlässigt.

    Wir haben es mit dem Ansatz einer konsequenten Monetarisierung für Anbieter geschafft, ein Veranstaltungsportalkonzept zu entwicklen, welches komplett auf Querfinanzierung von Fremdwerbung, Zuschüssen, Sponsoring, Spenden, Förderung etc. verzichtet und zudem allen Nutzern eine hochqualitative, kostenlose Nutzung (sogar Weiterverarbeitung!) bietet. So plausibel der dahinter stehende Gedabke ist, so staune ich immer wieder, dass wir einer der wenigen (einzigsten) Anbieter in diesem Bereich mit der Idee sind.

    Das Konzept als Slide:
    http://tinyurl.com/df7h4a

    Ich erlebe noch zu häufig Anbieterseits die Frage „kostet es was?“ und im gleichem Atemzug „wenn es was kostet, nutzen wir es nicht“

    „Was kostet es bzw. welche Leistung erhalte ich dafür?“ würde hier und da beteiligten Protagonisten besser stehen und für mehr Nachhaltigkeit und Weiterentwicklung im Marktpotential des Internets stehen.

    Eine Gratiserwartung kann auch erst kosten:
    http://regiolog.com/node/2757

    Eine ausschließliche Werbefinanzierung für Nutzer (die sich über die Werbefinanzierung nat. freuen, aber noch häufig Werbeblocker einsetzen, sic!) auf einem inflationär großem Werbeflächenmarkt wie dem Netz mag nicht überall unbedingt von Vorteil sein.

    Aber das werden immer wieder Diensteanbieter verdeutlichst bekommen…leider.

    Hybridideen für Paid Content (Basis free, Premium) greifen nicht immer. Mehr Kosequenz und Mut ist hier gefragt.

    Eine Stadt übervoll mit unbegrenzten Pröbierhäppchen von allem an jeder Ecke machen die Konsumenten schnell satt. Wenn es die Geschäfte dann nicht mehr gibt, ist die Stadt mit allen sozialen Folgen grau.

  14. Yes, but but… Das Internet steht ja jetzt, und zum Glück haben alle Zugang. Nun gilt es, weiterzudenken. Unangenehm ist mir die Idee, denen das Sagen im Netz zu überlassen, die die Netzerrungenschaften finanzieren (können) und die den Nutzern einfach einen Gratisschleier überhängen, damit diese weiter hohe Nutzerzahlen liefern und schön weiter gratis posten, was Dritte ökonomisch ausschlachten.
    Doch den bisher wichtigsten Querfinanziers, den Venture Kapital-Gebern und den Werbekunden, geht derzeit das Geld aus. Das bedeutet für bestimmte Webprojekte das Aus, Verschlankungen oder Umstrukturierungen (Preise von Nutzern verlangen…?). Dass manche Querfinanziers ausfallen, können Nutzer als Chance dazu begreifen, sich über Verteilsysteme für hochwertige Webleistungen eigene Gedanken zu machen und dazu, selbst neue, tragfähigere (Handels-)modelle zu schaffen.

  15. Yes, but….Wie kann man die Internet-Welt heute dafür sensibilisieren, dass Ihr Output „plötzlich“ etwas kosten soll?
    Ist nicht das revolutionäre am WWW gewesen, dass alle Welt auf einmal einen „freien“ Zugang zu Informationen und Knowledge erhielt?
    Ist das WWW wirklich der Ort für eine neue Wirtschafts-Struktur?
    Solange das Prinzip, welches sich sicher immer wieder selbst hinterfragt und erneuert, der Querfinanziers funktioniert, glaube ich, dass der Begriff der noeconomy nicht auf das Netz zu übertragen ist.

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