Wikipedia bremst eigenen Autor und befreit New York Times-Autor

Zusammen mit der New York Times haben Jimmy Wales und seine Wikipediagenossen dazu beigetragen, dem Times-Autor David S. Rhode das Leben zu retten. Rhode war im November 2008 von den Taliban als Geisel genommen worden. Um seinen Wert für die Taliban niedrig zu halten, klammerten New York Times und Wikipedia die Entführung aus ihren Publikationen sieben Monate lang komplett aus. Erst Ende Juni 2009, nachdem der Reporter frei war, gelangte der Fall an die Öffentlichkeit. Nun findet sich der Wikipedia-Eintrag mit den Informationen zur Entführung in der Online-Enzyklopädie.
Für Wales und die Seinen muss die Herausforderung immens gewesen sein, den anonymen Schreiberling aus Florida immer wieder davon abzuhalten, den Fall Rhodes auf den Wikipediaseiten publik zu machen. Die Wikipedia-Betreiber waren permanent damit beschäftigt, News zur Rhodes-Sache zu unterdrücken. Da der willige Verfasser aus Florida seine Identität verbarg, konnte man ihn nicht kontaktieren und bremsen. So setzte ein Teufelskreis ein, als der wütende Schreiber immer wieder dieselben Fakten publizieren wollte, Wikipedia sie jedoch immer wieder aus dem Netz nahm. Die konzertierte Aktion von New York Times und Wikipedia ging auf, trotz der Anonymität des Wikipedianers und der Popularität von Rhodes.

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