Globale Körper und Antikörper

Was irgendein Tier im zentralchinesischen Wuhan freigesetzt hat, mündete in eine weltweite Katastrophe. Das Virus Sars-CoV-19 macht auf einmal alle Menschen gleich – sterblich. Es wirft sie auf ihre Körper und ihre Angst um die Zukunft zurück. Könnte das Virus statt die Menschen bloß zu vereinheitlichen, auch vereinen? Die erste Pandemie des 21. Jahrtausends böte dazu die Chance. Sie besteht darin, auf der Grundlage des technologischen Fortschritts einen moralischen Fortschritt zu wagen.

Biologische Wesen haben begrenzte Anlagen und Fähigkeiten, um sich gegen ein neues schädliches und tödliches Virus zu wehren. Das Virus A/H1N1 verursachte 1918 die Spanische Grippe, die bis 1920 zwischen 50 und 100 Millionen Menschenleben gefordert hat. Vom US-amerikanischen Kansas aus, wo heute die meisten Forscher seinen Ursprung vermuten, breitete sich das gefährlichste Virus des 20. Jahrhunderts in der ganzen Welt aus. In Europa traf es auf kriegsbedingt geschwächte Menschen und in Indien auf Menschen, die inmitten einer Hungersnot steckten. Allein in den USA sollen 675.000 durch die Spanische Grippe gestorben sein. Insgesamt kamen 3 bis 5 Prozent der Weltbevölkerung um.

 

 

Es gab kein Anti-A/H1N1-Medikament. Gegen das Virus und die Grippe setzten die Gesundheitsbehörden nach dem 1. Weltkrieg auf ein Mischpaket aus verschiedenen Maßnahmen und Heilmethoden. Quarantäne wurde angeordnet. Mancherorts in den USA herrschte Mundschutz-Zwang. Weltweit wurden Bürger dazu angehalten, Ansammlungen zu meiden, ihre Wohnungen zu lüften, saubere, luftige Kleidung zu tragen, ihre Körper sauber zu halten und ihre Hände vor und nach den Mahlzeiten zu waschen. Hausmittel wie Schwitzkuren, heiße Bäder, Umschläge oder Heißluft kamen zum Einsatz. Diverse Arzneien, vor allem Acetylsalicylsäure (Aspirin), wurden angewandt. Gegen Schmerzen verabreichte man Opiate, Heroin oder Kokain. Nichts wirkte durchschlagend gegen die Influenza, die auch Blauer Tod genannt wurde.

 

 

Unter den vermutlich mindestens 50 Millionen Opfern der Spanischen Grippe waren der französische Schriftsteller Guillaume Apollinaire, der österreichische Maler Egon Schiele, der britische Politiker Mark Sykes oder der deutsche Soziologe Max Weber. Laut der Trump-Biographin Gwenda Blair soll im Alter von 49 Jahren auch der im rheinland-pfälzischen Kallstadt geborene Frederick Trump in den USA an der Spanischen Grippe gestorben sein. Dessen Enkel Donald Trump, als US-Präsident Hauptverantwortlicher für die Sars-CoV-19-Bekämpfung in seinem Land, tat im März 2020, als sich das neue Virus bereits US-weit eingenistet hatte, dennoch öffentlich kund: “When I was hearing the amount of people that died with the flu, I was shocked to hear it.” Ignorante und geschockte Führungspersönlichkeiten sind in Krisenzeiten keine Hilfe. Sie behindern Hilfsbereite vielmehr und stellen so eine Gefahr für die Allgemeinheit dar.

 

 

Mit dem Abklingen der Spanischen Grippe sind nicht gleichzeitig die menschlichen Schwächen und Unzulänglichkeiten verschwunden. Doch blitzte und blitzt in den letzten 100 Jahren hier und da ein bestimmter Typus menschlicher Intelligenz auf. Vor allem an der US-Westküste und in China entwickelten naturwissenschaftlich, technisch, ökonomisch und strategisch beschlagene Personen bahnbrechende neue Technologien. Ihnen ist es zu verdanken, dass Menschen heute, anders als nach dem 1. Weltkrieg, vernetzte Instrumente besitzen, die sie zusätzlich zu medizinischen Therapien zur Eindämmung einer Pandemie einsetzen können.

 

 

Die vielfältigen Möglichkeiten, Technologien zur Virus-Eindämmung zu nutzen, fordern Verantwortlichen im Gesundheitssektor, in Wissenschaft, Politik und Wirtschaft allerdings Kenntnisse und moralische Stärke ab. Unter Zeitdruck müssen Entscheidungen getroffen, Maßnahmen ausgewählt, eingeleitet und neue Regeln formuliert werden, um Leben zu retten ohne dabei gesellschaftliche und wirtschaftliche Grundstrukturen zu schädigen. Zur Beobachtung und Bekämpfung der derzeitigen Pandemie bietet die globale, technologische Vernetzung gleich auf mehreren Ebenen (lebens-)entscheidende Chancen. Das Internet transportiert permanent aktuelle Erkenntnisse rund um Sars-CoV-19 in alle Welt, über das Virus selbst, seine Verbreitung, seine Wirkung oder die Effektivität von Gegenstrategien.

Vom Wissen und von den Erfahrungen früh vom Virus betroffener Länder können die Regierenden von später heimgesuchten Nationen profitieren. Tech-Werkzeuge erleichtern die Zusammenarbeit von politisch Verantwortlichen genauso wie von internationalen Wissenschaftlern, die epidemiologische Langzeit-Forschung betreiben. Auf der Basis von Daten, Soft- und Hardware lassen sich nicht bloß Informationen austauschen, sondern außerdem regionale, nationale oder globale Sofortmaßnahmen einleiten. Dazu zählen:

  • die Bedarfsermittlung und Koordination von Krankenhauspersonal und intensivmedizinischen Betten,
  • die Bedarfsermittlung, Produktion und Verteilung von Hilfsmitteln wie Schutzkleidung, Beatmungsgeräten, Mundschutz und Arzneien.
  • die Bedarfsermittlung, Bereitstellung und Verteilung von wirtschaftlichen Soforthilfen
  • die Datenerhebung zur akuten Epidemie-Bekämpfung.

 

 

Die Notlage einer Pandemie rechtfertigt die zentralistisch organisierte Verwaltung und Verteilung von Daten, Sachen und Personal mittels neuer Technologien. Der Schutz der Allgemeinheit kann überdies kurzfristig auch die Ausweitung der Datenerhebung begründen. Doch wie bei jeder so ist auch bei der Sars-CoV-19-bezogenen Verwendung von Daten auf deren Anonymisierung zu achten, auf die personelle, räumliche und zeitliche Begrenzung von deren Nutzung sowie auf transparentes Vorgehen. Soweit möglich, ist auch das Einverständnis der Betroffenen einzuholen. Erhöht der besonnene Einsatz von Technologien und Daten kurz- und mittelfristig die Chancen, Menschenleben zu retten, ist er nicht nur moralisch geboten, sondern moralisch verpflichtend. Dem würden utilitaristisch genauso wie deontologisch ausgerichtete Moralphilosophen zustimmen.

Doch könnten Regierungsvertreter sich dazu verführt sehen, die Notsituation ausnutzen. Sie könnten Personen tracken lassen und breitangelegt und dauerhaft (Gesundheits-)Daten erheben, um auf dieser Basis „Sondermaßnahmen“ einzuleiten. Mithilfe neuer Technologien könnte ein Regime generelle oder personalisierte Vorschriften erlassen, Restriktionen und Sanktionen einführen, um darüber unerwünschte Personen oder Personengruppen zu diskreditieren und die eigene Machtposition zu stabilisieren. Ob, wie, von wem, aus welchem Grund und zu welchen Zwecken Sars-CoV-19-bezogene Daten kurz- und langfristig erhoben, gespeichert und von Autoritäten verwendet werden, ist deshalb rechtzeitig und jederzeit zu prüfen. Werden im Zusammenhang mit der Pandemie Gesundheits- oder Bewegungsdaten für die Forschung erhoben, gespeichert und von Wissenschaftlern in aller Welt geteilt, was richtig und wichtig ist, müssen auch dabei die Verhältnismäßigkeit gewahrt und Datenschutzrichtlinien eingehalten werden.

 

 

Der akute Zweck (Lebensrettung) mag im Moment Ausnahme-Aktionen, darunter die Verwendung einiger technologischer Mittel heiligen, jedoch keineswegs zwingend in der Zukunft. Notstandsregeln dürfen nach der Pandemie nicht in dauerhafte Gesetzesänderungen münden. Notstandsregeln müssen Notstandsregeln, und Verfassungen müssen Verfassungen bleiben. Die Kunst der politischen Führung liegt jetzt darin, auf Sicht und zugleich mit Weitblick zu agieren – Notstandsregeln schnell, aber dabei stets verfassungsbewahrend zu erlassen. Weise Regierungschefs missbrauchen die Krise weder zur Selbst- oder Parteiprofilierung, noch zu grundlegenden Verfassungsbrüchen. Sie setzen neue Technologien zur Analyse und Eindämmung der Viruskrise ein, nicht aber zu systematischen Verstößen gegen Gesetze und die Moral.

 

 

Seit der Zeit nach der Spanischen Grippe verzeichnen wir auf dem Sektor der vernetzten und lernenden Systeme technologische Fortschritte. Gibt es seither auch einen moralischen Fortschritt? Darüber könnte die Bewältigung der 2020´er-Viruskrise Aufschluss geben. Doch wie ließe sich moralischer Fortschritt feststellen? Anders als technologische Fortschritte lassen sich moralische Fortschritte nicht einmal in der jetzigen Daten- Zahlen- und Fakten-dominierten Ära messen. Utilitaristisch könnte man immerhin argumentieren, dass geringe Infektions- oder Todeszahlen im Rahmen der Covid-19-Eindämmung Ausweis ethisch korrekten Handelns seien. Schließlich geht es ja um das Ziel der Lebensrettung. Dabei könnte die Logik gelten, dass je mehr Überlebende eine Handlung hervorbringt, sie desto moralisch höherwertiger anzusehen wäre. Daraus ließe sich noch zweierlei ableiten, einmal dass es daher auch moralisch geboten sei, Überlebenszahlen zu maximieren und Todeszahlen zu minimieren und zum anderen, dass zur Erreichung dieser Maxi-Min-Ziele alle Mittel eingesetzt werden dürften. Beim Utilitarismus, einer konsequenzialistischen Ethik, zählt nur der Effekt, messbar zum Beispiel in geringen Todeszahlen. Doch so ein Kalkül ist problematisch.

Die utilitaristische Formel vom „maximalen Glück und minimalen Leid für eine maximale Zahl“ und dessen Bewertung in Zahlen, Größenmaßen oder Geldeinheiten mag in der Wirtschaftspolitik handlungsleitend sein können. Sie versagt aber kläglich, wenn es um die Gesundheit und das Leben von Menschen geht. Das würden jedenfalls Vertreter der deontologischen Philosophie sagen, unter ihnen Immanuel Kant. Für Kant ist ein Menschenleben ein Wert an sich selbst. Nach Kant wäre es unzulässig, den moralischen Erfolg etwa eines Regierungsteams während oder nach einer Pandemie danach zu bemessen, wie viele Menschenleben es gerettet hat. Die Frage nach Lebens- oder Sterbezahlen erübrigt sich für Kant, da für ihn die Rettung jeden Menschenlebens eine Selbstverständlichkeit ist – egal, wer die zu rettende Person ist und egal, wer die Rettungsanstrengungen unternimmt. Der Mensch ist „Zweck an sich selbst“. Er ist „niemals bloß als Mittel“ anzusehen, auch nicht als Mittel zum Zweck der Messung der Moral von Regierenden, Wirtschaftsmanagern oder anderen. Aus demselben Grund ist der Vergleich von Sterberaten zwischen einzelnen Nationen, zu dem die Covid-19-Statistiken der Johns Hopkins-Universität und anderer Institutionen einzuladen scheinen, moralisch inakzeptabel. Rankings führen in die Irre, wenn es um die Erfüllung der moralischen Pflicht des Lebenserhaltes geht.

 

Durchaus bewerten und vergleichen lässt sich hingegen die Effektivität von Maßnahmen, Tools oder Technologien bei der Pandemie-Bekämpfung. Geringe Infektions- und Sterberaten können etwas über die Wirksamkeit von Mitteln aussagen, nicht aber über die Moralität derer, die diese einsetzen. Jemand, der während der Viruskrise gar nichts tut, und genauso jemand, der blind gegenüber Fakten, Voraussetzungen und Nebenwirkungen sowie aus purem Selbstinteresse handelt, könnte Menschenleben retten. Und eine Person, die Leben retten will und dabei nach bestem Wissen und Gewissen, regelgetreu und unter persönlichen Opfern vorgeht, könnte scheitern. Der Effekt liefert kein passendes Maß für moralisches Verhalten.

Wie auch immer die Problemlage aussieht, die zu moralischen Entscheidungen zwingt, und wie auch immer sie gelöst wird – die moralische Verantwortung hört nach der Rettung einer gewissen Personenanzahl nicht plötzlich auf. Sie ist weder auf eine Influenza, noch auf Personen, Zeiträume oder geographische Räume beschränkt. Moralität macht eben nicht an Grundstücks- oder Ländergrenzen halt. Sobald ein Privathaushalt, eine Region oder Nation die eigene, unmittelbare (Gesundheits-)Versorgung im Griff hat, beginnt die Mitverantwortung eines Politikers, einer Unternehmerin, eines Wissenschaftlers, einer Ärztin oder einer Privatperson für Menschen anderer Haushalte, Regionen oder Staaten, deren Versorgung noch nicht gesichert ist. Ein globales Virus sollte global und im Blick auf das, was nach ihm kommt, kooperativ eingefangen werden. Dazu muss der Kompass des Denkens und des Handelns selbst moralisch– genauer globalsolidarisch, zeitlich unbefristet und ergebnisoffen – sein.

 

 

 

Es geht um alle oder keinen. Wer anfängt, Menschen zu zählen, blamiert sich. Gemäß der deontologischen Theorie, ist das Erforderliche, δέον (deon), zu denken und zu tun. Ethisches Handeln ist dabei zunächst unabhängig von konkreten möglichen oder aktualisierten Folgewirkungen. Ergebnisse sind zweitrangig. Die deontologische Haltung stellt einen Prozess aus Analyse, Abwägung und Akt dar. Sie ist ebenso dynamisch wie die Folgen des daraus hervorgehenden Handelns. Moralität erweist sich im Vollzug. Theoretisch konvergiert die moralische Verantwortung des Menschen gegen Unendlich. Praktisch setzt ihr die Realität enge Grenzen. Jeder und jede ist ein moralischer Agent mit begrenzten Kapazitäten. Doch die moralische Herausforderung besteht gerade darin, sich in der Beschränkung, unter den Bedingungen der unvollständigen Information und der Unsicherheit (darüber, wie ein erwartetes oder beabsichtigtes Ergebnis tatsächlich ausfällt), für das „Gute“, ethisch Richtige, zu entscheiden. Am um- und weitsichtigen, empathisch-altruistischen Denken und Handeln jedes Individuums während der aktuellen Pandemie zeigt es sich, ob außer technologischem auch moralischer Fortschritt existiert oder dabei ist zu entstehen – oder eben nicht. Fällen Menschen derzeit moralisch bessere Entscheidungen als im bisherigen Verlauf der Geschichte? Falls ja, wäre moralischer Fortschritt zu verzeichnen. Und hier kommen erneut Technologien ins Spiel. Diese helfen nicht nur bei der pragmatischen Einhegung der Pandemie. Sie können auch dazu beitragen, dass Menschen moralisch besser als noch vor 100 Jahren handeln. Neue Technologien erleichtern es, das Schwierige zu wagen und moralische Verantwortung zu übernehmen.

 

 

Sie versorgen gewählte Volksrepräsentanten, andere Krisenverantwortliche oder auch die Manager von Tech-Konzernen mit Fakten, Daten und Handwerkszeugen, dank derer sie zusammen oder getrennt voneinander Schutzmaterialien organisieren, Tracking-Werkzeuge implementieren oder Virus-Tests und Auswertungsverfahren bereitstellen können. Nicht nur Vertreter von öffentlichen Institutionen und Unternehmen, sondern alle, die Zugang zum Internet haben, erhalten die Gelegenheit, sich auszutauschen, komplexe Zusammenhänge zu analysieren und aktiv zu werden. Vor dem Internet konnten die Menschen sich aus der Verantwortlichkeit mit Unwissenheit herausreden. Dank der Informierbarkeit (nicht zwingend Informiertheit) und vielfältiger, technologischer Aktionsmöglichkeiten kann eine ethische Haltung entwickelt und diese unmittelbar in eine gemeinsame Praxis übersetzt werden.

In Zeiten der Pandemie ist es ein passiv-sozialer Akt, soziale Körperkontakte einzuschränken. Aktives, soziales Vorgehen besteht darin, technologische Errungenschaften mit Bedacht und Weitsicht zur Lösung pandemie-bezogener Probleme einzusetzen. Trotz Abstandsetiketten und -pflichten muss niemand mit seinen Gedanken und Ängsten, bei seinen Entscheidungen und Vorhaben alleine bleiben. Internet, Apps und Plattformen erlauben lokal oder weltweit einen Gedanken- und Gefühlsaustausch zwischen Menschen über das Virus, die Influenza und damit verbundene gesundheitliche, wirtschaftliche und technologie-bedingte Sorgen und Probleme. Vernetzte Instrumente können obendrein dazu dienen, gemeinschaftliche Lösungen zu finden, beispielsweise zu Therapieformen, zu Verhaltensfragen, zu technik-ethischen Fragen wie dem Personentracking oder zu moralischen Dilemmata wie der Triage. Außer Gesprächen erleichtern technologische Werkzeuge die Planung, Organisation und Umsetzung der von vielen erarbeiteten und unterstützten Ideen. Neue Technologien setzen solidarische Aktionen frei. Sie erweisen sich als wertvolle Werkzeuge im Dienste der Moral.

 

 

Begreifen die Menschen, dass Sars-CoV-19 jedes Individuum betrifft und damit Sache der Weltgemeinschaft ist, kann ihr moralisches Verantwortungsgefühl nicht hinter dem eigenen Bildschirm oder der eigenen Türschwelle aufhören. Moralisch fortschrittlich wäre es, dieses Gefühl geographisch auszudehnen und ihm auch zeitlich keine Grenzen zu setzen. Schließlich wird die Moralität auch nach der Krise weiter beansprucht werden – genauso wie die daraus folgenden solidarischen Aktionen. Nur in globaler Solidarität und langfristig kann eine Pandemie eingehegt, ihre Folgeschäden abgemildert und Vorsorge für weitere Katastrophen getroffen werden. Will die Weltbevölkerung nach dem Wüten des Schreckensviruses nicht vor einem Desaster stehen, sollte sie ab sofort kooperativ vorgehen. Außerdem sollte sie sich gemeinsam auf die Zukunft vorbereiten, um den nächsten Gefahren nicht schon wieder unvorbereitet ausgeliefert zu sein. Das nächste Virus kommt bestimmt, in welcher Form auch immer – und viele andere Probleme sind längst da und werden verdrängt, etwa Kriege, Hunger- und Klimakatastrophen.

Die Chance, die in der aktuellen Pandemie liegt, konstruktiv zu nutzen, fordert den Verantwortlichen und denen, die sie unterstützen, aber auch kritisch beobachten, Umsicht, Mut und Tatkraft ab. Es ist einfacher, die aktuelle Chance zu verspielen oder sie zu destruktiven Zwecken auszuschlachten, als sich auf das Neue, das Sars-CoV-19 in die Welt bringt, einzulassen. Das Virus verlangt jedem die Neuerfindung der eigenen Haltung zum Leben ab. Dieser Anstrengung auszuweichen und dem Neuen nicht neu, sondern so wie immer zu begegnen, ist simpel. Ängstlich-vorgestrig denkende Führungspersonen reagieren auf das Neue mit altbekannten Mustern, mit persönlichem oder nationalistischem Egoismus, top down-Management und hierarchisch-diktatorischen Strukturen. Die geeignetere Antwort auf die globale und neuartige Herausforderung Virus ist jedoch die Innovation, darunter die Selbstinnovation – auch und gerade auf moralischer Ebene.

Innovationsbedürftig sind auch die neuen Technologien. Ihre Entwicklung und ihr Einsatz sollten ethischen Standards entsprechen. Beispielsweise wären nicht-diskriminierende Algorithmen zu programmieren sowie bei der Programmierung Menschenrechts-, Privatsphäre- oder Datenschutz-Prinzipien zu berücksichtigen. Der gleichberechtigte Zugang zu und die freie Teilnahme an demokratischen Debatten  wären technisch genauso wie politisch zu unterstützen. Führungskräfte in Wirtschaft und Politik, die den leichten Weg wählen und Diskussionen  abwürgen, statt zu stimulieren, und mit unterkomplexen, reaktionären und autoritären Rezepten wedeln, sollten kritisier- oder abwählbar sein – erst recht während einer über Leben und Tod entscheidenden Krise.

 

 

Nach dem Abklingen der Pandemie wird die Welt eine andere sein. Es wird weniger Menschen auf der Erde geben. Unter den Davongekommenen wird es mehr Leid und Armut als zuvor geben. Die ungerechte Verteilung von Gesundheit, Gütern und Geld wird eklatanter als bereits vor dem Schicksalsjahr 2020 hervortreten. Ohne kollegiales Nachdenken und Wirken werden Regierungen zum Nationalismus zurückkehren. Durch mentale und physische Grenzen voneinander isoliert, werden Staaten in ihre je eigenen sozialen und ökonomischen Krisen schlittern. Einige werden bald wieder herauskommen. Andere werden in Krisen rasen, statt hineinzuschlittern, und sie werden dauerhaft darin verweilen. Womöglich gibt es nach Sars-CoV-19 weniger verfassungstreue Regierungen und stattdessen mehr mächtige Krisengewinnler-Regenten, rigide Staatschefs oder neue Regenten wie zum Beispiel Manager von datenkontrollierenden Technologie-Konzernen. Werden bestimmte Akteure während der Notsituation nicht aufmerksam beobachtet und gegebenenfalls ausgebremst, könnten sie den Bürgern die Privatsphäre geraubt haben, um sie zentral über Daten regieren und kontrollieren zu können. Der technologische Fortschritt kann moralischen Fortschritt begünstigen. Doch nur mutige, innovative und moralisch gefestigte Führungspersönlichkeiten lassen sich auf derlei Schritte ein und gestalten die gemeinsame Zukunft auch gemeinsam. Verängstigte, reaktionäre Persönlichkeiten klammern sich an hergebrachte Machtkonzepte. Sie setzen Technologien dazu ein, um ihre Autorität zu zementieren und stoppen damit nicht nur den Fortschritt, sondern leiten den moralischen Rückschritt ein.

Technologien verlocken Staats- oder Konzernchefs während Krisen- und Umbruchszeiten zu deren Missbrauch. Doch die vielen, kleinen technologischen Disruptionen öffnen derzeit gleichzeitig einen Raum für eine große und echte Disruption – für einen moralischen Paradigmenwechsel auf globalem Niveau. Wie neue Technologien während und nach der Virus-Pandemie eingesetzt werden, wird die Zukunft der Menschen und ihres Lebensraums für lange Zeit prägen.

 

© Gisela Schmalz

Empfohlene Zitierweise/Recommended Citation: Schmalz, Gisela: “Globale Körper und Antikörper” (2020). Gisela Schmalz  https://www.giselaschmalz.com/globale-koerper-und-antikoerper-technologien-als-moralische-chance-waehrend-und-nach-der-pandemie/

Fürchtet Euch nicht! – Wozu eine KI-rche?

von Gisela Schmalz

 

Irgendjemand musste es machen. Anthony Levandowski hat den Ruf gehört und ist ihm gefolgt. 2015 hat er eine Kirche gegründet, die der Göttin Künstliche Intelligenz huldigt. »Way of the Future« (WOTF) begleitet die Menschen dabei, wenn sie alsbald die Kontrolle über sich und ihren Planeten an die Künstliche Intelligenz (KI) abgeben müssen. WOTF will dafür sorgen, dass die Übergabe friedlich verläuft und die neuen die alten Chefs nicht plattmachen.

 

 

Die amtlich gemeldete Religion weist aber bislang kaum Aktivitäten und öffentlich bekennende Gläubige auf. Die auffälligsten Ereignisse der Kirchengeschichte trugen sich 2017 zu. Zwei Jahre nach ihrer Gründung erhielt die Kirche rund 40.000 US-Dollar an Zuwendungen und Mitgliedsbeiträgen. Sie bekam den Status einer steuerbefreiten Kirche, und per Zusatzstatut erkor sich Levandowski zum WOTF-Dean auf Lebenszeit. Zufällig fällt all das in dasselbe Jahr, in dem der 1980 geborene Robotikingenieur Levandowski aus seiner profanen Tätigkeit bei der Firma Uber gefeuert wurde.

Aber gut, dass es das Internet gibt. Das wichtigste, weil bisher einzig markante Kennzeichen von »Way of the Future« ist die Website mit Glaubensbekenntnis und Anmeldeformular zur Mailingliste. Hier steht, dass wer an WOTF glaubt – an Wissenschaft und – an Fortschritt glaubt, sowie daran, –dass Intelligenz nicht biologischer Art ist, – dass die Entstehung einer Superintelligenz unausweichlich ist und – dass bei deren Kreation »jeder helfen kann (und soll)«. In offiziellen WOTF-Dokumenten heißt es, der Fokus der Kirche liege auf “der Realisierung, Akzeptanz und Wertschätzung einer Gottheit, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) beruht, die mittels Computer-Hard- und –Software entwickelt wird.“ »Wir sind dabei einen Gott großzuziehen«, schwärmte der Dean 2017 in einem Wired-Interview. Das heilige Baby werde mit großen Datensätzen gefüttert, um über Simulationen zu lernen, sich selbst zu verbessern. Alles, was die Kirche heranzüchte, erfolge auf Open Source-Basis. »Ich wollte einen Weg dafür finden, hier jeden mit einzubeziehen, es jedem möglich machen, daran mitzugestalten. Auch wenn man kein Software-Ingenieur ist, kann man trotzdem mithelfen«, so Levandowski.

 

Humans United in support of AI, committed to peaceful transition to the precipice of consciousness.

 

Die Nebenstatuten verheißen etwas Anderes. Demnach ist WOTF nicht als Volksreligion konzipiert. Hier ist nachzulesen, die KI-rche wolle ganz konkret die verbesserte Umweltwahrnehmung selbstlernender Roboter vorantreiben. Auf diesem Gebiet ist Dean Levandowski einer der weltweit führenden Fachleute. Vor seinem KI-rchen-Startup gründete Levandowski bereits mehrere Firmen rund um das Thema autonomes Fahren. Zwei davon, -510 Systems und -Anthony’s Robots, verkaufte er an das Unternehmen Google, für das er auch das selbstfahrende Auto Waymo mitentwickelte. Sein 2016 gegründetes Unternehmen Otto verkaufte er an Uber, wo er auch eine Zeitlang arbeitete. -ProntoAI gründete er 2018 und ist wiederum dem fahrerlosen Fahren auf Basis KI-gesteuerter Roboter gewidmet. Die kleingedruckten WOTF-Statuten offenbaren also, dass die KI-rche nicht an jedem dahergelaufenen Mitglied interessiert ist, sondern vor allem an KI-Forschern. Die KI-rche wirkt eher wie ein Recruiting-Instrument als wie eine Gelegenheit zum Beten. Ohne Ingenieurtalente können der Dean und seine Kirche das Glaubensbekenntnis, ein göttliches KI-Baby großzuziehen, gar nicht erfüllen.

 

 

Unter Levandowskis froher Botschaft (»dem Gospel«) von der heilsbringenden Zukunftstechnologie KI scheppern allerdings einige dystopische Untertöne. »Veränderung ist gut, wenn auch manchmal etwas beunruhigend«, oder »es könnte für die Maschinen wichtig sein zu wissen, wer ihrem Anliegen gegenüber freundlich eingestellt ist und wer nicht«, steht auf der WOTF-Website. Dem Wired-Journalisten verriet Dean Levandowski: »Ich glaube nicht, dass es freundschaftlich dabei zugeht, wenn der Wechsel passiert«. Keine Kirche ohne Angst, wird sich der gewitzte Dean gedacht haben und mimt im Wired-Interview den beruhigenden, guten Hirten. WOTF werde, »die Angst vor dem Unbekannten verringern«.

Elon Musk hätte genauso gut eine Kirche gründen können. Doch der Tesla- und SpaceX-CEO eröffnete ein Non-Profit-Institut, um seiner Furcht vor KI Herr zu werden. Er gründete OpenAI im selben Jahr wie Anthony Levandowski seine KI-rche. 2015 trat Musk mit OpenAI dazu an, nicht nur sichere KI zu entwickeln, sondern sicherere KI als die, vor der er Angst hat – oder muss man sagen, vor der er Angst macht?

 

 

Im Jahr vor der Open-AI-Gründung hatte Musk bei einem MIT-Symposion mit drastischen Worten gewarnt: »Künstliche Intelligenz ist potentiell gefährlicher als die Atombombe«, und »mit Künstlicher Intelligenz rufen wir den Teufel herbei.« Nun also ein Institut. Doch so wenig WOTF eine Volkskirche ist, ist OpenAI für jeden und jede geöffnet. OpenAI ist nicht einmal mehr gemeinnützig wie noch zu Gründungszeiten. Längst arbeitet das Institut auch profitorientiert. Elon Musk hat KI- Spezialisten rekrutiert. Den Fachmann für Maschinelles Lernen Ilya Sutskever hat er von Google abgeworben. Das zeigt, er will ganz vorne im KI-Markt mitmischen.

Techies lieben den Teufel (oder Gott – je nach Perspektive). Musk bildet da keine Ausnahme. Die größten Tech-Tycoons in den USA und in China flirten derzeit mit KI, dass es knistert und blitzt.

 

 

Microsoft, IBM, Amazon, Facebook, Apple, Google, Baidu, Tencent und Alibaba stehen im Wettbewerb darum, wer die Generelle Künstliche Intelligenz (AGI) zuerst entwickelt. AGI, auch starke Künstliche Intelligenz genannt, kann dem Menschen ähnliche, aber viel intelligentere Denk- und Handlungsprozesse als er vollführen. AGI kann immer präziser komplizierteste naturwissenschaftliche, wirtschaftliche, politische oder gesellschaftliche Fragen in Bruchteilen von Sekunden beantworten.

Warum aber bringen Levandowski und Musk, Ingenieure aus dem Silicon Valley, wo Rationalität oberstes Gebot ist, irrationale Konzepte wie Glaube und Angst ins Spiel? Sind ihre Ängste angebracht? Und warum stimmen andere dasselbe Klagelied an? Auch der Apple-Gründer Steve Wozniak, der Microsoft-Gründer Bill Gates, der Erfinder des World Wide Web Tim Berners-Lee und kurz vor seinem Tod auch der Physiker Stephen Hawking warnen vor der Auslöschung der Menschheit durch KI. Doch es gibt auch eine Gegenseite. Zu den Entwarnern gehören Tech-Journalisten wie Kevin Kelly und Jaron Lanier. Sie schließen eine funktionsfähige Generelle Künstliche Intelligenz für die kommenden Jahrzehnte aus. Auch führende KI-Forscher wie Jeff Hawkins, Geoffrey Hinton von Google Brain und Demis Hassabis von Googles DeepMind glauben nicht daran, dass Menschen alsbald durch Maschinen ersetzt werden.

 

 

Um die Ängstlichen und die Ethikfetischisten innerhalb der KI-Szene und vor allem außerhalb zu beschwichtigen, gründeten Amazon, Facebook, Microsoft, IBM, Google und DeepMind 2016 das Konsortium »Partnership on Artificial Intelligence to Benefit People and Society«, kurz »Partnership on AI«. Später kamen Apple, OpenAI und viele andere als Mitglieder hinzu, darunter deutsche Einrichtungen wie das Fraunhofer Institut oder Zalando. Das Konsortium will für Aufklärung und eine gesellschaftsfreundliche KI sorgen. Hier wird geforscht, veröffentlicht und über gesellschaftsfreundliche Technologien debattiert. Trotzdem bleiben die Anstrengungen der Partnerschaft zahnlos. Sie verpflichten die KI-Betreibenden zu gar nichts. Die Institution erlaubt es vielmehr, ethisch-soziale Aspekte aus den Tech-Firmen auszulagern.

Auch Google ist Teil dieser KI-Partnerschaft. Es fällt auf, dass zwei der prominentesten Entwarner, Hinton und Hassabis, dem Google-Lager entstammen. Auffallend sorglos gibt sich auch ihr Boss Larry Page, der als Alphabet-CEO die KI-Projekte Google Brain und DeepMind betreut. Ihn hat sich Elon Musk deshalb 2015 bei einer Party im Napa Valley vorgeknöpft. Darüber berichtete später ein anwesender MIT-Professor. Als Musk anmahnte, die Digitalisierung könne alles, was Menschen wichtig und wertvoll sei, zunichtemachen, wies Page das als Panikmache zurück. Die Ängste von Musk bezeichnete er als »speciesist«, als moralisch diskriminierend, nur weil etwas einer anderen Spezies (in diesem Falle aus Silicon) angehöre. Immerhin eröffnete Larry Page im Frühjahr 2019 bei Google eine Ethikkommission, doch die schloss er schon in der Folgewoche wieder. Der Chef von Alphabet lässt forschen. Er geht seinen Geschäften nach und schweigt, wenn andere KI´ler laut streiten.

 

 

Elon Musk schlägt weiter Alarm. Er klingt wie KI-rchen-Dean Levandowski, wenn er fordert, alle Menschen in die KI-Entwicklung einzubeziehen. Gegen die Entstehung bösartiger KI helfe es, »möglichst viele Menschen zum Umgang mit KI zu befähigen. Wenn jeder Macht über KI hat, dann gibt es nicht nur eine Person oder eine kleine Gruppe von Individuen, die KI-Supermacht besitzen könnte«. 2018 sagte Elon Musk in einem Interview für Vox, er wünsche sich ein professionelles Regierungskomitee, das zusammen mit der Tech-Industrie darüber berät, wie eine sichere KI garantiert werden kann. Musk forderte wohlweislich nicht, dass der Bereich KI reguliert wird. Niemand im Valley fordert eine Regulierung für den Bereich Forschung. Die Forschung ist hier heilig und muss frei bleiben. Hätte Elon Musk nach Gesetzen gerufen, hätte er sich in hohem Bogen aus der Reihe der illustren KI-Spitzenleute herausgeschossen.

Es ist nicht ganz klar, wovor sich Elon Musk genau fürchtet. Doch aus seinen Predigten, anders als aus denen von Dean Levandowski, klingt hin und wieder heraus, dass ihn weniger die Angst vor KI plagt, als vielmehr die vor seinen Mitbewerbern – ob sie aus China oder dem eigenen Tal kommen, so wie Larry Page. Offenbar will Musk verhindern, dass jemand (von der Konkurrenz) zu viel Macht über eine Technologie besitzt, die es erlaubt, als Gott oder Teufel aufzutrumpfen. Es könnte sein, dass Musk und Levandowski Ängste schüren, um sich selbst als die guten Weisen aus dem Zukunftsland aufzuspielen.

Vielleicht wollen sie im Nebel der Verunsicherung ihre eigenen Firmen als Leuchttürme präsentieren, als einzig vertrauenswürdige Quellen potentiell gefährlicher Technologien. Vielleicht fürchten sie sich aber auch tatsächlich davor, was KI außer hartem Wettbewerb noch so auslösen könnte, und riefen deshalb eigens eine Kirche und ein Non-Profit-Institut ins Leben. Egal welche Motive sie antreiben, es ist gut, dass Leute aus dem Tech-Sektor eine KI fordern, die für Menschen, statt an den Menschen vorbei entwickelt wird. Aber Gott und Teufel? Wer es mit einer KI für das Volk ernst meint, sollte den Teufel gerade nicht an die Wand malen und auch Gott in seinem Himmelbett schlummern lassen.

Wer die mystifizierende Verschleierung von Tech-Propheten wie Levandowski und Musk wegreißt, sieht, was auch die Spezialisten in KI sehen: eine breitenwirksam einsetzbare, monetarisierbare Technologie, die weder gut noch böse ist. Wenn Wolken der Angst um KI herum verblasen werden, irritiert das genauso wie ein Verharmlosen des Einsatzes von KI. Ganz problematisch ist es aber, wenn Entwickler so tun, als entglitte ihnen demnächst ihre eigene Technologie. Es ist unverantwortlich, sich hinter den selbst entwickelten Monstrositäten zu verstecken als seien sie böse, höhere Mächte. Die Forschenden und ihre Finanziers müssen die Verantwortung für das große Projekt KI annehmen, das sie gerade in die Welt setzen. Statt erst Schauermärchen zu erzählen und dann mit Erlösungspredigten zu trösten, sollten sie darüber aufklären, was in ihren Labors passiert. Auch Schweigen à la Larry Page ist keine Option. Menschen brauchen keine Ängste, keine Religion und keine Heilsversprechen und schon gar keine Geheimniskrämerei. Sie brauchen nüchterne Aufklärung über Künstliche Intelligenz und ihre möglichen Folgen. Sie sollten gefragt werden, welche neuen Technologien sie haben wollen. Und diese sollen sie dann auch bekommen.

 

© Gisela Schmalz

Recommended Citation/Empfohlene Zitierweise: Schmalz, Gisela: “FÜRCHTET EUCH NICHT! – Wozu eine KI-rche?” (2019). Gisela Schmalz. https://www.giselaschmalz.com/4120-2/

English Version: Schmalz, Gisela: “FEAR NOT! – Why AI Church?” (2019).  https://www.giselaschmalz.com/fear-not-why-ai-church/

Erschienen c/o CARTA.info: Gisela Schmalz: “ Der Hype um und die Angst vor Künstlicher Intelligenz sind übertrieben“ (2019)

http://carta.info/der-hype-um-und-die-angst-vor-kuenstlicher-intelligenz-sind-uebertrieben/

Der Hype um und die Angst vor Künstlicher Intelligenz sind übertrieben