
Buch: Gisela Schmalz, Hocker/Foto: Curtis Anderson
Pressestimmen
„Ihr Buch ist deshalb weniger eine Abrechnung mit menschlicher Klugheit als ein Plädoyer für einen nüchterneren Blick darauf, was Menschen können. Und das lässt sich nicht in einer einzigen Zahl ausdrücken.“ (BR/Bayerischer Rundfunk)
„Intelligenz, so das Fazit von Gisela Schmalz, ist EINE menschliche Fähigkeit unter vielen – nicht das Maß aller Dinge. Zeit, den Fetisch seiner Macht zu berauben.“ (SRF/Schweizer Radio und Fernsehen)
„Die Wissenschaftlerin plädiert für einen völlig anderen Zugang zum Thema.“ Buchkultur – Das internationale Buchmagazin
“Es gelingt der Autorin, anhand vieler Details zu belegen, wie tief der vorherrschende Intelligenzdiskurs mit neoliberalen und mitunter gar rechtsextremen Denkmustern verwoben ist. »Fetisch Intelligenz« ist eine Streitschrift, die aktuelle gesellschaftliche Prämissen gleich auf mehreren Ebenen nachhaltig infrage stellt.” (Anne-Kathrin Weber, Spektrum der Wissenschaft)
Bestenliste: Die Sachbücher des Monats September 2026
Die Medienunternehmen Die Welt, Radio 3 RBB, Neue Zürcher Zeitung und ORF-Radio Österreich 1 stellen monatlich die „Sachbücher des Monats“ zusammen. Dieses Mal dabei:
- Gisela Schmalz: Fetisch Intelligenz. Wie ein überbewertetes Konzept unser Leben prägt, Berlin Verlag, 288 Seiten, € 24,00
- Didier Eribon: Michel Foucault. Eine Biographie. Erweiterte Neuausgabe. Übersetzt von Hans-Horst Hensche et.al., Suhrkamp Verlag, 639 Seiten, € 38,00
- Rüdiger Safranski: Die vierte Kränkung. Menschlicher Geist im Schatten der Künstlichen Intelligenz, Hanser Verlag, 111 Seiten, € 22,00
- Åsne Seierstad: Der Krieg ist anderswo. Russland von innen. Übersetzt von Anja Lerz, Hanser Verlag, 607 Seiten, € 32,00
- Steve Ayan: Die Revolutionäre des Ich. Und die Erfindung des modernen Selbst, Deutscher Taschenbuch-Verlag (dtv), 333 Seiten, € 26,00
Bücher: Wir Intelligenzbestien
von Manuela Lenzen in: Philosophie Magazin 06/2026

Der Boom der künstlichen Intelligenz führt dazu, dass auch die menschliche Intelligenz neu und kritisch verhandelt wird. Drei Bücher erforschen aus unterschiedlicher Perspektive, was wir wissen können – und wie wir unsere Klugheit messen wollen.
Oft erkennt man erst im Vergleich, worauf es ankommt, was auch anders sein könnte und was einer Erklärung bedarf. Der Mensch, der traditionell Probleme hat, seine Natur auf den Begriff zu bringen, hat sich die längste Zeit mit Tieren, Engeln oder Göttern verglichen und dabei sein Bild als leider sterbliches, nicht wirklich moralisches, aber mächtig kluges Wesen gemalt. Seit einiger Zeit nun ist künstliche Intelligenz als Vergleichsmaßstab hinzugekommen. Sie zwingt uns, über Wesen und Bedeutung unserer Klugheit noch einmal genauer nachzudenken. (…) Weiterlesen: Philosophie Magazin 06/2026
Warum IQ-Logik und KI-Vermenschlichung Macht über Menschen ausüben
“Besonders im KI-Kontext warnt Gisela Schmalz vor einer Vermenschlichung von Systemen, die im Kern Voraussage-Maschinen sind. Die Debatte berührt damit Fragen nach Machtstrukturen, Dateninterpretation und Verantwortung in der KI-Entwicklung.” (IT Boltwise – KI-Fachmagazin für KI und Robotik über “Fetisch Intelligenz” mit dem Fokus auf den Zusammenhang von IQ, KI, Machtmechanismen und dem Management neuer Technologien in Unternehmen)

Quelle: Sara Magzin